GOTLAND      
      Uraufführung des Stückes
GOTLAND

von Simona Sabato
         
 









Marion lässt ihren krebs­kranken Mann sterben und gibt sich gegen­über dem schweig­samen Tot­schläger Ray als die Witwe dessen Opfers aus. Dieser nimmt Marions erfundene Familien­geschichte sogleich an, um dadurch den letzten Schritt seiner Resoziali­sierung zu gehen. Marions Tochter Heidi wird beinahe von einem Psychopathen verstümmelt, weil sie ein so "besonders weiblicher Typ" ist…

Die Figuren in Gotland wehren sich gegen vorgefertigte Rollen­klischees und entwerfen kurzer­hand ihre eigenen Biogra­phien neu, um damit aller­dings erneut in die Falle von konven­tionellen Unter­drückungs­mecha­nismen zu tappen.

Das Setting des Stücks – die Figuren wohnen im Ausstellungs­raum eines großen Möbel­hauses – sowie die groteske Komik von Sabatos Dialogen machen Gotland zu einer skurrilen Farce über Krankheit, Schuld­gefühle und Über-Eck-Schreibtische.

Premiere: 27. Mai 2005

Weitere Vorstellungen: 28. Mai - 13. Juni
immer Freitag bis Montag um 20:30 Uhr

"Theater Zerbrochene Fenster"
Schwiebusserstr. 16, 10965 Berlin.

Kartentelefon (ab 23.05.): 030 / 691 29 32
Preis:
12,00 € erm. 8,00 €

e-mail an "paulettas plan"


Inszenierung: Reto Kamberger
Bühne/Inszenierung: Nadine Kälin
Kostüme: Lynn Thiessen
Licht: Martin Beeretz
Presse: Markus Thönniß

Ensemble: Anna Dieterich, Marit Fochler,
Saskia Kästner
, Thomas Mai, Ede Gellner

       


Die Ausstellung

     
Im Foyer des Theaters findet zeitgleich eine Ausstellung mit Bildern von Fehmi Baumbach statt.

Fehmi Baumbach geht mit dem Cut-Up-Messer an Zeichnungen, Lexika, Malereien und Fotografien. Menschliche Wohnzimmer bilden die Umgebung für die aus der ganzen Aufschneiderei entstehenden Fabeln. Menschenkörper aller Epochen wie auch die Fauna der Gegenwart halten darin innere Monologe, stellen sich realitätsnahen Dialogen und schreien unwirsch auf. Die Sprache dieser Figuren strömt, als zapfe jemand das kollektive Unter- und Unbewusste an. Sie arrangiert sich neu auf den Bildern der Künstlerin: als aphoristisches Entertainment.
(Christoph Braun)

www.fehmibaumbach.de